Die Halbinsel Girolata
und
Der Naturpark von Scandola


 Gelbe Koralle _ Leptopsammia pruvoti
 [ Ph. Antoni] 

Schilderung von Girolata

Die Halbinsel am Ende der Welt.
Vor Kurzem verfügte Girolata weder über Strom noch über ein Telefon. Der Briefträger war die einzige Verbindung zum Land.
Heute noch führt keine Straße zu diesem Fischerdorf.
Hier hat die Insel ihren wilden Hintergeschmack beibehalten. Das Grüne des Maquis vermischt sich mit dem Blauen des Meeres.
Der Gedanke, daß eine solche Schönheit einen Hauch Wunder enthält, kommt auf.

                                                   [ Auszug aus Terres de Corse ]

Am äußersten Ende der Halbinsel Girolata...

Ein musterhafter Naturpark Der Naturpark von Scandola befindet sich mitten in dem korsichen regionalen Naturpark und zwar auf der Meerseite. Er erstreckt sich 80 Kilometer lang von der Halbinsel Capo Rosso (Gemeindekreis Piana) bis zum nördlichen Außenende des Gemeindekreises Galéria.

Auf die Initiative vom korsischen regionalen Naturpark hin wurde dieser Naturpark durch ministerielle Verordnung am 9. Dezember 1975 offiziell gegründet. Somit wurde er zum ältesten Naturpark der gesamten Insel der Schönheit.

Außerdem war Scandola der erste Naturpark Frankreichs, der sich den Schutz des natürlichen Vermögens sowohl aufs Land als auch im Meeresbereich zur Aufgabe machte.

Seit 1982 gehört er zum Netz der Meer- und Küstengebiete des Mittelmeers, die besonders geschützt werden. Wegen seiner beispielhaften Verwaltung erhielt er 1985 von dem europäischen Rat das Zertifikat der Klasse A der europäischen Naturparks. Das Zertifikat wurde ihm 1990 und 1995 erneut zugewiesen.

Ein geschütztes Paradies

                                       Die Halbinsel Girolata [ Ph.Desjobert] 

Mehr als 450 Algengattungen werden gezählt. Für einige davon ist  Korsika das einzige Vorzugsgebiet des Mittelmeers. Was Wirbeltiere angeht, wurden 125 Gattungen gezählt, jede davon in bemerkenswertem Übermaß, insbesondere für diejenigen, die im Mittelmeer selten geworden sind: der Zackenbarsch (Epinephelus gaza oder Epinephelus marginatus), der "Badêche" (Epinephelus alexandrinus), der "Denti" (Dentex dentex) oder noch der "Corb" (Sciaena umbra, also called Corvina nigra).
Glauben Sie ja nicht, daß dieser Überfluß die Umwelt aus dem Gleichgewicht bringt. Alle Altersstufen sind vorhanden.

An der unteren Küstenebene, die günstigste Umgebung für das Meeresleben, mit mäßigen Salzinhalt- und Temperaturabweichungen. Das Leben kann sich hier harmonisch entwickeln. Nichts behindert die Photosynthese der Pflanzen, die Tiere finden dort ihre Nahrung und die Nahrungskette - so kompliziert sie auch sein mag - kann statt finden.
Der eßbare Seeigel (Paracentrotus lividus) sowie die schwarze Sorte (Arbacialixula) mögen jeweils weiche und kalkhaltige Algen.
Man findet hier eine blaue "Patelle" (Patella caerulea), "Saupes"-Bänke (Sarpa salpa or Boops salpa), "Sars" (Diplodus vulgaris, sargus or cervinus), Meerbarben (Mullus surmuletus), "Oblades" (Oblada melunera), usw.

Noch weiter unten, ab dreizig und gegen vierzig Meter Tiefe handelt es sich um die "Circa"-Küstenebene, das Taucherparadies. Das "Coralligène", eine der bemerkenswerten Landschaften des Mittelsmeers,   streckt sich aus. Mineralgesimse und -dekorationen werden mit "Gorgones" (Eunicella singularis and Paramuricea clavata) bedeckt..
Dann erscheint die rote Koralle (Corallium rubrum), Schwämme, "Ascidies" und eine grüne Alge mit dem sanften Namen Halimeda tuna.
Unser Königsfisch, der Zackenbarsch, erscheint im Zwielicht (Palinurus elephas) sowie die Languste (Palinurus elephas) und die Barbe (Anthias anthias).

                                               Auszug aus Mer et Littoral [ Ph. Lombard ]  

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